Einblicke in die Kämpfe indigener Gemeinschaften Mexikos und das zapatistische Encuentro 2025 [DE]

Anfang Juli machten sich FAU (Freie Arbeiter*innen Union), IFK (Initiative für Frieden in Kurdistan) und das IZ (Internationalistische Zentrum) Dresden in Vernetzung mit Aktivistinnen aus dem Netz der Rebellion auf den Weg um der Einladung der Zapatistas zum internationalen Encuentro 2025 zu folgen. Unterwegs setzten sie sich mit verschiedenen Kämpfen indigener und linker Gemeinschaften auseinander. Mittelpunkt des Encuentro 2025 war die Neuausrichtung der Zapatistas und der gemeinsame Austausch mit Gruppen, die die Erklärung für das Leben unterschrieben haben. Von allen Kontinenten der Erde kamen Aktivistinnen zusammen und diskutierten über eine emanzipatorische Zukunft. Da die Erlebnisse ganze Tage voller Diskussionen und Gespräche füllen würden, würden wir gern im Speziellen die Situation von fünf inhaftierten Indigenas vorstellen, über Antifemizidarbeit und das ständige Erinnern an die Desaparecidos sprechen, und die Neuausrichtung der Zapatistas vorzustellen

Samstag 06.09.2025 16:15-18:15 @IZ

Uprising in Belarus revisted 5 years later [EN]

Talk with ABC Belarus

It’s been 5 years since people in Belarus rose up against dictatorship of Alexander Lukashenko and for months tried to get rid of authoritarian regime through peaceful demonstrations, direct actions, strikes and acts of sabotage. The world has changed radically since that uprising with situation in Belarus becoming even more precarious since russia’s full scale invasion of Ukraine.

At this anniversary we are going to look into the past, talk about the reality of resistance against russian empire and what were the chances of success for people in Belarus in 2020 knowing all the plans of Putin at this point of history.

The presentation expects you to have basic knowledge of political situation in Belarus/Russia/Ukraine.

06.09.2025 14:45-16:00 @Internationalistisches Zentrum

Anarchistische Tage 2025

Gesichert linksextrem – Was macht uns wirklich sicher?!

Seit dem Jahr 2024 wird das anarchistische Netzwerk vom deutschen Inlandsgeheimdienst in seinem jährlichen Bericht erwähnt. Der sogenannte Verfassungsschutz bezeichnet das AND seitdem also als „gesichert linksextrem“ und stellt damit fest, wir seien eine Gefahr für die Sicherheit Deutschlands. Unser neuer Status als „Extremist*innen“ erlaubt es dem deutschen Staat uns zu überwachen, auszuspähen, unsere Wohnungen zu beobachten, uns abzuhören und sich in unsere Nahumfelder zu schleusen – all das unter dem Vorwand eines Sicherheitsversprechens. Der gleiche Staat, der uns als relevantes Sicherheitsproblem betrachtet schiebt ab, mordet in deutschen Polizeiwachen, macht Deals mit Diktatoren und liefert nach wie vor Waffen an autoritäre Regime.

Während wir also als Bedrohung markiert werden, ist die wahre Gefahr doch wo anders zu suchen.

Unser Wohnraum wird unbezahlbar, unsere Nachbarschaften dadurch immer anonymer, soziale Kürzungen führen zu immer weniger Lohn und immer mehr Konkurrenz am Arbeitsplatz, das Geld am Ende des Monats reicht kaum noch zum Leben.

Die Sommer werden immer länger und immer heißer und sind vor allem für kranke und alte Menschen schon jetzt eine reale Gefahr.

Die steigenden Temperaturen sind nicht nur für uns Menschen ein Problem, sondern für einen großen Teil aller Lebewesen. Eines der weltweit größten CO2 Verursacher, ist die Tierindustrie. Tiere werden dauerhaft und überall durch den Menschen unterdrückt: Durch das massenhafte Töten zu Nahrungszwecken, durch die Zerstörung natürlicher Lebensräume im Namen des Kapitals und durch die Ausbeutung zu Versuchszwecken. Wir benötigen ein radikales Umdenken unseres gesellschaftlichen Mensch-Tier-Verhältnisses und einen gemeinsamen Kampf für ein gutes Leben für Alle.

Unsere Identität und unsere sexuelle Selbstbestimmung sind bedroht. Von „konservativen Ideen“ rechter Parteien, die uns vorschreiben wollen, wie wir zu leben haben und wie viele Kinder wir gebären sollen.

Abschiebungen in Kriegsgebiete finden beinahe täglich statt. Was vor einigen Jahren noch für Empörung gesorgt hat, ist heute eine Randnotiz in den Tagesthemen. All diese Gefahren gehen aus von einer seit Jahren drohenden und immer realer werdenden autoritären Wende.

Aber was macht uns eigentlich sicher?!

Dieser Staat macht uns nicht sicher, ganz im Gegenteil! – es liegt also an uns! Während der diesjährigen A-Tage wollen wir uns darum mit dieser Frage beschäftigen und gemeinsam Strategien entwickeln, von einander lernen und uns austauschen: Was macht uns wirklich sicher? Wie können wir unsere communities langfristig erhalten und schützen? Was können wir aus Kämpfen in anderen Teilen dieser Welt lernen? Durch unser Programm aus Workshops, Vorträgen, Filmen, Kunst und Kultur sowie leckere Küfa und viel Zeit für Austausch wollen wir uns gemeinsam stärken für eine Welt, in der das Überleben immer mehr Kraft kostet.

Unsere größte Stärke liegt in unser Gemeinschaft, in unserer solidarischen Verbundenheit. Darum lasst uns auch diese A-Tage wieder nutzen, um miteinander in Kontakt zu kommen, uns zu vernetzen und neue Freund*innenschaften zu schließen. Denn eins ist sicher: Um uns gegen autoritäre Politik und Angriffe auf unsere Ideen zu wehren, braucht es sichere und vertrauensvolle Beziehungen als Basis für eine stabile Gemeinschaft.

Egal, ob du gerade das erste mal von Anarchismus liest oder schon seit 2016 regelmäßig die Veranstaltungen um die A-Tage in Dresden besuchst – du bist herzlich eingeladen!

Maja beendet den Hungerstreik – Tag 40 – Gespräch mit dem Solidaritätskomitee

Am 40. Tag hat Maja den Hungerstreik beendet. Dies war kein Erfolg, aber eine Notwendikeit um Verantwortung für die eigene Gesundheit, das eigene Leben und Freund*innen und Familie zu übernehmen. Wie das Solikomitee diese Entwicklung einordnet, ob es politische Erfolge gab und wie es weiter gehen soll besprechen wir mit Konstantin vom Solikomitee. Auch über das LKA Sachsen sprechen wir kurz, die sich scheinbar von der massiven Solidarität für Maja in die Ecke gedrängt sehen und heute ein bisschen Propaganda verbreitet haben.

Majas Erklärung zur Beendigung des Hungerstreiks: https://www.basc.news/majas-erklaerung-z…
Erklärung des Solikomitee: https://www.basc.news/maja-hat-den-hunge…

Instagram @free.maja

Maja beendet den Hungerstreik – Tag 40 freie-radios.net

Maja im Hungerstreik – Tag 32 – Haftkrankenhaus und drohende Zwangsbehandlungen – Gespräch mit dem Solidaritätskomitee

Maja wurde am 27. Tag des Hungerstreik in ein Haftkrankenhaus verlegt.
Gestern, am 5. Juli 2025, berichtete Maja in einem Telefonat mit der Familie von der Einschätzung der Ärzte des Haftkrankenhauses, in welchem Maja aktuell gefangen gehalten und betreut wird:

Maja wiege nur noch 65 kg und habe damit ca. 13 kg abgenommen.
Leber und Niere seien nicht mehr in bester Verfassung.
Es liegen erniedrigte Werte von Eisen, Phosphor, Vitamin K (wichtig für Blutgerinnung) und Hormonen vor.
Der Bilirubin-Wert (ein Farbstoff aus dem Abbau des roten Blutfarbstoffes, der über die Leber/Galle ausgeschieden wird) sei erhöht.
Es liegen Wassereinlagerungen am Fuß vor.
Es seien Augenzuckungen beobachtet worden.
Die behandelnden Ärzte erklärten außerdem, dass sie sich nicht an Majas Patientenverfügung und an Majas Ablehnung von Zwangsbehandlung gebunden fühlen. Sie würden handeln, wenn sich Majas Zustand verschlechtere, ohne Rücksicht auf Majas erklärten Willen.

Wir besprechen die aktuellen Entwicklungen mit Konstantin vom Solidaritätskomitee für Majas Hungerstreik.

Maja im Hungerstreik Tag 32 – Haftkrankenhaus und drohende Zwangsbehandlungen! freie-radios.net

Statement vom Solidaritätskomitee für Majas Hungerstreik: https://www.basc.news/ungarische-gefaeng…

Aktuelle News auf: basc.news/#maja
Instagram: @free.maja

Freiheit für Maja