#98 Atomkraft? Nein danke! – 40. Jahrestag der Katastrophe von Tschornobyl – Aprilsendung des Anarchistischen Hörfunk Dresden

Am 26. April 2026 jährt sich die Katastrophe von Tschornobyl zum 40. Mal. Deshalb beschäft sich die Aprilsendung des Anarchistischen Hörfunk mit diesem Thema. Wir werden zurückschauen und skizzieren was eigentlich passiert ist. An die Menschen erinnern, die ihr Leben verloren haben bzw. schwer erkrankt sind und diejenigen die trotz der Ungewissheit ihr Leben für den Rest der Welt gegeben haben. Wir sprechen mit einem Aktivisten aus Belarus darüber wie Tschornobyl sein Leben persönlich beeinflußt hat, aber auch wie die politische Auseinandersetzung um die Konsequenzen geführt wurde. Wir lesen aus Swetlana Alexijewischs Buch Tschernobyl. Anhand von Gesprächen mit Menschen die Tschornobyl erlebt und überlebt haben zeichnet sie ein Stimmungsbild der Zeit. Und wir schauen uns Tschornobyl heute an und reflektieren um die Frage wie Menschen mit Technologien umgehen und ob wir in der Lage sind aus der Geschichte zu lernen. 

Atomkraft? Nein danke! – 40. Jahrestag der Katastrophe von Tschornobyl – Aprilsendung des Anarchistischen Hörfunks Dresden


Quellen und Links zu Sendung:

Musik:

Anarchistischer 1. Mai 2026

Arbeit, Arbeit, Arbeit?
Wir wollen mehr vom Leben!

Auch dieses Jahr wollen wir uns mit euch gemeinsam die Straße nehmen, um am traditionellen Arbeiter*innenkampftag unsere anarchistischen Überzeugungen stark zu machen. Dieser Tag steht für erkämpfte Rechte der Arbeiter*innen, die aktuell wieder massiv angegriffen werden.

Was Bundeswirtschaftsministerin Reiche eine „Rückbesinnung auf mehr wirtschaftliche Freiheit und Eigenverantwortung“ nennt, meint einen gnadenlosen Kahlschlag sozialer Sicherungssysteme zugunsten einiger weniger. Merz agitiert entgegen jeder faktischen Grundlage gegen „Arbeitsverweigerer“, vermeintlich ausufernde Kosten beim Bürgergeld und das eigens erfundene Konzept der „Lifestyle-Teilzeit“. Die Bürgergeldreform, die Streichung von Gesundheitsleistungen aus dem Katalog gesetzlicher Krankenkassen, Kürzungen bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, die Anhebung des Rentenalters, die Schwächung der gesetzlichen Rente und die Abschaffung des Acht-Stunden-Tages werden ernsthaft diskutiert, oder sind bereits beschlossen – all das praktisch ohne nennenswerte Proteste. Die ohnehin schon völlig absurde Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums verschiebt sich dabei nur in eine Richtung – und zwar noch weiter nach oben.

Aber wir wollen weit mehr, als den aktuellen Status quo zu verteidigen und damit aufrechtzuerhalten. Wir wollen darüber sprechen, was Arbeit für uns bedeutet und wie sie gestaltet sein könnte, wenn sie nicht kapitalistischen Logiken untergeordnet wird, sondern wenn wir sie frei von Ausbeutung und Unterdrückung selbst organisieren. Wir wollen darüber nachdenken, was wir wirklich brauchen und wie wir das herstellen können, ohne dabei unsere globale Lebensgrundlage zu vernichten und ohne davon krank zu werden. Wir wollen, dass die Arbeit, die getan werden muss, fair verteilt wird – global, aber auch in Bezug auf Geschlecht. Wir wollen Wege diskutieren, wie wir als Gesellschaft weniger (nicht mehr!) lohnarbeiten können, um genug Zeit für das zu finden, was wirklich wichtig ist: die Pflege von sozialen Beziehungen, der Aufbau solidarischer Gemeinschaften, der Erhalt von Gesundheit, Bildung und politische Mitgestaltung, …

Arbeit, Arbeit, Arbeit?
Wir wollen mehr vom Leben!

Also kommt zahlreich zur anarchistischen Demonstration am 1. Mai!

12:00 Uhr – Wettiner Platz – Demonstration
14:00 Uhr – Jorge-Gomondai-Platz – Kundgebung mit Ständen und Workshops
19:00 Uhr – FAU Lokal (Bürgerstr. 52) – Get together

Rückblick Bewegungswochenende Anarchie & Tierbefreiung

Wir senden ein paar Eindrücke, Gedanken und Geräusche vom Bewegungswochenende Anarchie & Tierbefreiung, welches am Wochenende vom 20. bis 22. März 2026 in Nürnberg stattfand.

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#97 Sport frei! – Märzsendung des Anarchistischen Hörfunks Dresden

Sport frei! Wir wollen einen Sport der Frei ist. Frei von Sexismus und Ausbeutung, Frei von Diskriminierung, Frei von Gewalt. Wir wollen Frei sein uns zu spüren, uns zu bewegen, frei sein stark zu sein und schwach. Wir wollen Frei sein zu bluten, Frei zu schwitzen und zu stinken.

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Atomkraft? Nein danke! – 40. Jahrestag der Katastrophe von Tschornobyl

Wann: Samstag, 25. April 2026 | 16 – 18 Uhr
Where: Hole of Fame | Königsbrücker Straße 39, Dresden

Am 26. April 1986 erlebte die Welt eine der größten technologischen Katastrophen – die Explosion und Kernschmelze im Kernkraftwerk Tschernobyl. Die Auswirkungen dieses Unglücks waren weltweit zu spüren. Die tatsächliche Zahl der Opfer ist bis heute nicht bekannt aufgrund der Geheimhaltung durch die sowjetische Bürokratie. Doch schon in den 80er Jahren war klar, dass Tschornobyl noch sehr lange im Leben der Menschen präsent bleiben würde. Heute, 40 Jahre später kommen wir zusammen, um uns daran zu erinnern, was damals geschah, über die Folgen zu reden und darüber, warum es wichtig ist, auch heute diesen Ort nicht aus dem Fokus zu verlieren – angesichts der Besetzung durch russische Truppen, der Drohnenangriffe und der fortwährenden Instandhaltung des riesigen Sarkophags, der den Rest der Welt vor den Fehlern der Menschheit schützt.

Das Sowjetimperium ist längst verschwunden, und Tschornobyl bleibt eines der Denkmäler des Zusammenbruchs; es erinnert uns daran, dass wir vorsichtig mit Technologien umgehen müssen, die uns alle zerstören können.

Die Veranstaltung findet in Form von Lesungen aus den Erinnerungen der von Tschornobyl Betroffenen statt, ergänzt durch Fakten und Zahlen über Vergangenheit und Gegenwart, gefolgt von einer Diskussion darüber, was wir aus der Vergangenheit lernen können, um die Fehler in der modernen technologischen Welt nicht zu wiederholen.

Die Veranstaltung wird englisch/deutsch gemischt sein. 
Es gibt Snacks und Getränke an der Bar.