#100 Die Menschen wollen frei sein! Protest im Iran – Junisendung des Anarchistischen Hörfunkes aus Dresden


In dieser Sendung sprechen wir mit Roja, Ali und Em über die Situation und Kontinuitäten der Proteste im Iran, Erlebnisse und Diskussionen in der Diaspora und die Rolle des Körpers im Mittelpunk des Protests.

Danke, dass ihr unsere Sendung hört! Ihr findet sie auch auf freie-radios.net und archive.org.

Gespielte Musik:

Mahdieh Mohammadkhani

Unterstützt das Hausprojekt CP3-2 in Odessa

Wir sammeln 1500€ um das Dach zu reparieren und weitere notwendige Arbeiten

Im Herzen der Stadt Odessa liegt das Hausprojekt CP3-2, dass seit einigen Jahren kollektiv organisiert wird. Der Ort dient als Treffpunkt für Kunst und Kultur aber auch als Wohnraum für verschiedene Aktivist*innen und Künstler*innen. Wegen des Krieges befindet sich das Haus, wie ein Großteil der Infrastruktur in der Ukraine, aufgrund ständiger Bombardements und fehlender finanzieller Mittel in einem schlechten Zustand. Deshalb braucht es eure Unterstützung!

Die aktuell wichtigste Baustelle ist das Dach! Bevor der Winter kommt sollen im Herbst 2026 grundlegende Dachreparaturen durchgeführt werden. Außerdem gibt es viele weiter Problemstellen im Haus. Die Fenster müssen zum Beispiel nach Bombardierungen immer wieder gesichert werden.

Wir fahren im Juli nach Odessa um das Projekt zu unterstützen und eine Spende mitzubringen um nötiges Material zu kaufen. Wir waren bereits letztes Jahr mit einer Delegationsreise in der Ukraine um unterschiedliche Menschen und Projekte zu treffen und nötige Unterstützung zu leisten.

Wir rufen euch dazu auf, einen kleinen Beitrag zu spenden.

Unterstützt diesen selbstorganisierten Freiraum, der trotz des Krieges einen Ort für Austausch, Kunst, Politik und Solidarität bietet.

Alle Spenden gehen an das Kollektiv des Hauses und werden für die Instandhaltung des Daches und weitere Reparaturen verwendet.

Spendet jetzt!

Gemeinsame Anreise – Feministische Anti-Knast-Kundgebung

Am 31. Mai 2026 gibt es eine feministische Anti-Knastkundgebung in Chemnitz!
Hier findet ihr dazu den Aufruf.
Wir wollen mit euch gemeinsam hinfahren!

31. Mai 2026
Treffpunkt: 10:15 Uhr Schlesischer Platz
Abfahrt: 10:37 Uhr Gleis 6
Ankunft: 12:15 Chemnitz Technopark

31. Mai – Anti-Knastkundgebung in Chemnitz

Kommt mit uns zur Frauen-JVA in Chemnitz: Wir lassen uns unsere Farben nicht nehmen – Zusammen gegen Knäste, Staat und Patriarchat!

Wir wollen am 31. Mai gemeinsam zur Frauen JVA nach Chemnitz fahren, um den Menschen im Knast zu zeigen, dass sie nicht alleine und nicht vergessen sind.

Knast bedeutet Isolation, Fremdbestimmung und Gewalt. Knast soll strafen, abschrecken und disziplinieren, damit Menschen sich wieder in die vorgegebene Gesellschaft einfügen. Knast ist dabei ein Mittel des Staates, die kapitalistische, rassistische und patriarchale Gesellschaftsordnung aufrechtzuerhalten, die soziale Probleme und gewaltvolles Verhalten erst hervorbringt.

Knäste waren schon immer Orte, um Prostituierte/Sexarbeiter*innen, Bettelnde und jene, die ihre gesellschaftlich zugeschriebene Rolle nicht erfüllten und unterdrückt wurden, zu bestrafen und aus dem gesellschaftlichen „Sichtfeld“ zu entfernen. Auch heute sind es Menschen, die Armut und Rassismus erfahren, Geschlechternormen nicht entsprechen, andere Formen von Diskriminierung erleben oder unter psychischen Erkrankungen leiden, die mit höherer Wahrscheinlichkeit eingesperrt werden als andere (z.B. durch Ersatzfreiheitsstrafe oder rassistische Polizeikontrollen). So sitzt ein Großteil der Gefangenen aufgrund armutsbedingter „Vergehen“ im Knast.

Vor allem für Frauen, trans* und Queers ist die Situation im Knast oft besonders schwer, da Knast ein patriarchales geschlechterbinäres und gewaltvolles System ist. Spezifische gesundheitliche Versorgung, Hormonbehandlung oder Bildungsmöglichkeiten sind zum Beispiel nicht vorhanden. Isolation von den eigenen Kindern und dem sozialen Umfeld sind weitere Aspekte, die den Knastalltag bestimmen. Unterstützungsarbeit wird oft von Frauen geleistet, wenn diese dann im Knast sind, bekommen sie oft kaum Unterstützung von cis-männlichen Angehörigen.

Wir wissen, dass Knäste die Probleme unserer Gesellschaft unsichtbar machen sollen, indem sie Menschen vor unserem Blick verbergen. Wir wollen hingegen eine Gesellschaft, in der ein möglichst gewaltfreies und selbstbestimmtes Zusammenleben möglich ist. Eine Gesellschaft, in der soziale Probleme nicht individualisiert und kriminalisiert werden, sondern in der ihnen kollektiv begegnet wird. Eine Gesellschaft, in der Menschen Verantwortung für ihr Handeln übernehmen können und gewaltvolles Verhallten wirklich aufgearbeitet werden kann. Eine Gesellschaft ohne Knäste, Kapitalismus, Patriarchat und weißer Vorherrschaft. Und wir lassen uns unsere Hoffnung darauf nicht nehmen!

Also kommt mit uns zur Frauen JVA-Chemnitz und lasst uns für die Gefangenen dort ein paar schöne Momente schaffen. Wir wollen versuchen, die Isolation wenigstens für den Moment zu brechen – mit Musik, Grußworten und vielleicht sogar ein paar Live-Acts!

Schaut euch nach gemeinsamen Zug-Anreisen aus euren Städten um.

Hardfacts:
Sonntag, 31.05. 2026 | 13 Uhr
Ort: Frauen JVA Chemnitz, Thalheimer Straße 29
09125 Chemnitz

#99 Mentale Gesundheit und Suizid in Haft – Maisendung des Anarchistischen Hörfunkes aus Dresden


In dieser Sendung sprechen wir über Mentale Gesundheit und Suizid in Haft. In Deutschland haben sich in 24 Jahren 1.794 Menschen das Leben genommen. Im europäischen Raum nehmen sich 100- 150/ 100.000 Gefangenen das Leben. Das sind 3-8 mal so viele wie “draußen” durch Suizid sterben.

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