Gelbwesten – Februarausgabe des anarchistischen Hörfunk Dresdens

Direkter Link zum Download

Wir sprechen heute über die gilets jaunes, die Gelbwesten Bewegung. Das ist eine soziale Bewegung, welche seit November 2018 hundertausende Menschen in Frankreich auf die Straße bringt. Die Menschen, viele davon im ländlichen Raum, besetzen Kreisverkehre und öffentliche Orte, halten Versammlungen ab und demonstrieren. Ihre Forderungen sind so unterschiedlich, teilweise widersprüchlich und vielfältig wie die Bewegung breit ist. Einige fordern das Ende der sozialen Ungerechtigkeit und Umbruch, andere den Rücktritt Macrons oder gerechtere Steuern. In den letzten Wochen rückte der Fokus dann auch auf die extreme Polizeigewalt der letzten 12 Wochen. Die Bewegung existiert nicht im luftleeren Raum sondern erzeugt Widerhall; in Belgien, Portugal, Irland, Deutschland, Taiwan, der Türkei, im Iran und in vielen anderen Ländern gab es seit Ende letzten Jahres Proteste bei denen das Symbol der gelben Weste benutzt wurde um soziale Probleme auf die Straße zu tragen.
Es gibt vom Radio Dreyeckland (RDL), Radio Corax und einigen anderen freien Radios schon sehr gute und ausführliche Berichte zum Beginn der Bewegung. Wir haben das Thema dennoch gewählt, weil wir es spannend finden, dass es auch nach 12 Wochen keine klaren Repräsentant*innen oder Vereinahmungen von Parteien gibt, weil wir es wichtig finden, dass soziale Probleme auf die Straße getragen werden, ein Moment der Selbstorganisierung und Politisierung sehen, die mit allen staatlichen Mitteln diskreditiert und brutal Niedergeschlagen wird und weil wir eine fehlende Solidarisierung und Positionierung bemerken.

Wir wollen euch in der kommenden Stunde einen kurzen Überblick geben wie es zu den Protesten kam, auf die Rezeption der Bewegung und die Polizeigewalt eigehen, über die Versammlung der Versammlungen sprechen und eine Einordung des Ganzen aus anarchistischer Perspektive geben. Uns ist bewusst, dass wir die Bewegung nicht in einer Stunde in ihrer Komplexität widerspiegeln können, sondern immer nur Aspekte und Perspektiven daraus.

Viel Freude beim zuhören euer Anarchistischer Hörfunk!

Inhalt:

  • Einführung
  • Überblick- Wo kommt die Wut her
  • Rezeption der Bewegung und Polizeigewalt
  • Welchen Platz haben anarchistische Ideen in der Bewegung
  • Versammlung der Versammlungen

Musik:

PlayPlay

Widerständiges Wohnen in Dresden – Januarausgabe des anarchistischen Hörfunk Dresdens

Direkter Link zum Download

Wir haben uns letzten Monat mit dem Thema widerständigen Wohnens beschäftigt. Wir haben darüber gesprochen wie sich unsere Städte verändern, immer mehr Orte des Austausches verschwinden, Menschen wegziehen weil die Mieten steigen, die Vereinzelung daher zunimmt. Wir haben aber auch darüber gesprochen, wie wir uns dagegen wehren können, wie wir widerständig Wohnen können. In vielen Städten gibt es seit einigen Jahren sehr laute, bunte und aktive Recht-auf-Stadt Gruppen, Zwangsräumung verhindern Bündnisse, Mieter*innenvereinigungen und Hausbesetzungen. Doch wie sieht es eigentlich in Dresden aus? Gibt es in Dresden Entmietungen, Verdrägung und Widerstand dagegen?
Um das zu erfahren sprechen wir mit Menschen die sich gegen Vonovia gewehrt haben und einem Vertreter der Recht auf Stadtgruppe Dresden-Löbtau.

Inhalt:

  • Einführung ins Thema
  • Was ist die Vonovia überhaupt?
  • Vonoviastadt Dresden
  • Fallbeispiel: Juristischer Widerstand gegen Mieterhöhung
  • Interview mit einem Vertreter der Recht auf Stadt Gruppe Dresden-Löbtau
  • Was hat das geplante sächsische Polizeigesetz mit dem Recht auf Stadt zu tun?
  • Termine

Musik:

Widerständiges Wohnen – Dezemberausgabe des anarchistischen Hörfunk Dresdens

Direkter Link zum Download

Das Thema dieser Sendung ist widerständiges Wohnen. Viele von uns wohnen in Städten, die meisten zur Miete. Die Stadt ist unser Lebensort, der Ort an dem wir Freund*innen treffen, den Alltag bestreiten, uns organisieren, Kultur erleben, unsere Lieblingskneipen besuchen, kurz der Ort an dem wir wandeln und wirken wollen. Doch dies ist schon lange nicht mehr selbstverständlich. Gehen wir durch unsere Viertel wird offensichtlich, dass überall neue Häuser entstehen oder alte renoviert werden. Immer mehr Brachflächen verschwinden, die meisten leeren Flächen werden bebaut und die üblichen ruinenartigen Häuser, auf deren Dächern kleine Birken wachsen werden immer seltener. Die Mieten steigen rasant an.

Warum ist das so? Wem gehört die Stadt? Ist Wohnen eigentlich ein Grundrecht? Warum müssen Menschen sich derartig bemühen eine Wohnung zu finden und warum geht eigentlich ein nicht unbedeutender Teil des Gehalts für die Miete drauf? Will ich denn überhaupt noch so wohnen?
In dieser Sendung möchten wir Formen widerständigen Wohnens erkunden.
Inhalt:

  • Allgemein – Einführung ins Thema
  • Spekulation und Rendite
  • Wie wollen wir wohnen?
  • Formen von kollektiven Widerstand
  • Interview über geteilte Ökonomie
  • Mieter*innengewerkschaft
  • Schlussworte

Musik:

Solidarische Ökonomie – Novemberausgabe des anarchistischen Hörfunk Dresdens

Direkter Link zum Download

In der Novemberausgabe des Anarchistischen Hörfunks aus Dresden reden wir über solidarische Ökonomie, also über Alternativen zu den Geldsorgen einzelner Menschen.
In erster Linie verstehen wir unter Solidarischer Ökonomie bedürfnisorientierte, soziale, hierarchiearme und ökologische Ansätze des Lebens und Wirtschaftens. Um uns dieser Thematik zu nähern haben wir einige Themenschwerpunkte ausgesucht und diese für euch in einer neuen Sendung zusammengefasst.

Viel Freude beim zuhören euer Anarchistischer Hörfunk!

Inhalt:

  • Einführung solidarische Ökonomie
  • Geschichte des Geldes
  • Psychologische Effekte von Geld
  • Das persönliche Verhalten ändern
  • Interview über geteilte Ökonomie
  • Solidarische Landwirtschaft SoLaWi
  • Schlussworte und Termine

Musik:

Radikale Ökologie- Oktoberausgabe des anarchistischen Hörfunks aus Dresden

Direkter Link zum Download

Im Mai letzten Jahres ist Schmelzwasser in die Doomsday Samenbank in Spitzbergen eingedrungen. Ein fast schon symbolisches Ereignis, in seinen Auswirkungen weit weniger dramatisch als der tägliche Artenschwund, die Überschwemmungen, Hitzwellen, Waldbrände und tropischen Wirbelstürme. Dennoch ein weiteres Indiz für unsere Unwissenheit und Unterschätzung der Konsequenzen des Klimawandels. Das Ende der Welt scheint vielen Menschen wahrscheinlicher als ein Ende des Kapitalismus, der uns die Trennung von Mensch und Natur beschert hat, die von Tag zu Tag zu Ausbeutung und Raubbau führt. Doch Beziehung zwischen Menschen und Umwelt ohne Ausbeutung waren schon immer möglich und sind auch wieder. Dies sehen wir an diversen indigenen Kämpfen um Land und Boden. Dies sehen wir auch an Orten wie dem ZAD in Frankreich, der demokratischen Förderation Nord-Syrien oder dem Hambacherforst, welche uns als Experimentierfeld für ökologische Kämpfe und alternatives kooperatives Zusammenleben Hoffnung geben und uns zeigen, dass herrschaftsarmes, selbstbestimmtes Leben und ökologische Verantwortung, für den Boden, der uns ernährt zusammengehören.

Viel Freude beim zuhören euer Anarchistischer Hörfunk!

Inhalt:

  • Einleitung
  • Worüber reden wir überhaupt?
  • Trennung von Menschen, Natur und Umwelt im Kapitalismus
  • Radikale Landwirtschaft
  • Einige Radikale Ökokämpfe
  • Schlussworte

Musik: