Internationale Woche der Solidarität mit Anarchistischen Gefangenen 23. – 30. August 2026

Cyanotype from different plants. Text:International Week of Solidarity with Anarchist Prisoner 2026 August 23-30, 2026 https://solidarity.international

Aufruf von solidarity.international

Marius Mason, Umwelt- und Tierrechtsaktivist, Anarchist, Autor, Künstler und Trans-Aktivist, verbüßte die bislang längste Haftstrafe wegen Umweltaktivisumus. Nach 17 Jahren Haft feiern wir nun seine Freilassung, denn am 14. Mai diesen Jahres wurde er in eine Resozialisierungseinrichtung verlegt.

Im Gefängnis gab er niemals auf, sondern setzte sich für sich selbst und andere ein, engagierte sich für Trans-Gefangene und leistete dem Gefängnissystem entschlossen Widerstand. In all den vergangenen Jahren, hatten wir anlässlich der Internationalen Woche der Solidarität mit anarchistischen Gefangenen und des Aktionstages für Trans-Gefangene dazu aufgerufen, ihm zu schreiben. Nun freuen wir uns, ihn von unserer Briefeschreibliste politischer Gefangener zu streichen und stattdessen draußen unsere Kräfte wieder zu vereinen.

Dennoch befinden sich noch viele im Gefängnis und auf entsprechend Adressen auf unserer Liste und es kommen immer weitere hinzu. Solidarität ist der Schlüssel, um dieses repressive System zu bekämpfen. Solidarität kann uns durch die dunkelsten Zeiten tragen – eine Postkarte oder ein Brief, eine Kundgebung vor dem Gefängnis, ein Besuch können Alles bedeuten und geben Kraft. Die Geschichte eine*r inhaftierten Gefährt*in, die bei einer Veranstaltung erzählt wird, vervielfacht sich mit den Anwesenden. Es liegt in unserer Verantwortung, ihre Ideen und damit auch die Menschen selbst über die Gefängnismauern hinauszutragen und zu verbreiten. Wenn wir die Gefangene nicht vergessen, kann Solidarität wachsen.

Deshalb rufen wir wie jedes Jahr zur Internationalen Woche der Solidarität mit anarchistischen Gefangenen auf.

Die Zeiten werden härter, der Faschismus ist auf dem Vormarsch, und Staaten, Faschisten und Konservative erklären uns erneut zur Zielscheibe ihrer Politik – als emanzipatorische Kräfte, Queers, Antifas und Anarchist*innen. Sie versuchen, unsere Bewegung zu zerschlagen, wie beispielsweise bei den jüngsten Verurteilungen im „Prairieland“-Fall in den USA, in welchem den Betroffenen bis zu 100 Jahre Haft drohen. Genau wie in Indonesien, wo zuletzt die anarchistische Bewegung erneut mit massiver Repression angegriffen wird. Nach den letzten Auseinandersetzungen am 1. Mai, wurden erneut zehn Anarchist*innen inhaftiert, ihnen drohen schwere Anklagen.

Angesichts dieser Widrigkeiten müssen wir zusammenhalten und solidarisch handeln. Um unsere Gemeinschaften zu stärken und die Marginalisiertesten zu unterstützen. Wir dürfen die Gefangenen nicht vergessen, sondern müssen Seite an Seite kämpfen. Diese Menschen sind nicht einfach nur Gefangene, sie sind unsere Gefährt*innen. Marius hat mit guten Beispiel gezeigt, wie wir uns gegenseitig unterstützen können, um einen gemeinsamen Kampf zu führen.

Beteiligt euch an der Internationalen Woche der Solidarität mit anarchistischen Gefangenen!

Organisiert eine Briefe-Schreiben-Aktion, eine Solidaritätsveranstaltung, eine Filmvorführung, eine direkte Aktion, eine Kundgebung oder was euch sonst noch einfällt, und schickt Bilder und einen kurzen Bericht davon an tillallarefree@riseup.net.

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