Bleeding control course (feat. Solidarity crisis response) [DE]

Mittwoch 09.09.2026 16:30-20:30 @Mangelwirtschaft (Overbeckstraße 26, 01139 Dresden)

Starke Blutungen sind nach wie vor eine der häufigsten vermeidbaren Todesursachen im alltäglichen Leben, oft verursacht durch Verkehrsunfälle, Stürze, Sportverletzungen, Arbeitsunfälle, Katastrophen und Gewalteinwirkungen. Starke Blutungen können innerhalb von wenigen Minuten tödlich sein, wenn sie nicht sofort versorgt werden. In Notfallsituationen zählt jede Sekunde, und das Wissen, wie man Blutungen stoppt, kann die Überlebenschancen erheblich erhöhen.

Der „Bleeding Control“ Kurs basiert auf internationalen Guidelines welche das Ziel verfolgen, vermeidbare Todesfälle durch Blutverlust zu verhindern. Der Kurs vermittelt dir das praktische Wissen und die Fähigkeiten, um lebensbedrohliche Blutungen zu stoppen, bis professionelle Rettungskräfte eintreffen – sicher, strukturiert und mit modernen Medizinprodukten. Er befähigt Ersthelfer*innen, schnell und effektiv zu handeln, um lebensbedrohliche Blutungen zu stoppen. Dieser Kurs soll die grundlegende Erste-Hilfe-Ausbildung ergänzen und vermittelt gezielte Kenntnisse für kritische Situationen.

In diesen Kurs erlernst du praxisorientiert nach dem Motto „Theorie – Vormachen – Nachmachen“ einfach anwendbare Techniken um starke Blutungen schnell zu stoppen.

Ablauf:

  1. Anatomie
  2. Blutungen Erkennen
  3. Schock
  4. Direkter Druck
  5. Druckverband
  6. Tourniquet Anlage
  7. Wundtamponade (es wird mit Kunstblut gearbeitet)
  8. Wärmeerhalt

Bitte meldet euch bei begrenzter Teilnehmer*innenanzahl an unter: atage_dd[ät]systemli.org

Mending the World as Jewish Anarchists (feat. Cindy Milstein)

Donnerstag 10.09.2026 16:30-18:00 @Hole of Fame (Königsbrücker Str. 39, 01099 Dresden)

Jewish anarchism is far more than a historical footnote, killed off by the “Red Scare” and Holocaust. It’s a living, breathing, vibrant set of ethics, sensibilities, and practices, offering generative challenges to anarchism and anarchists (and likewise, for non-anarchist Jews). This talk will touch on how Jewishness/Judaism shapes not only an anarchic resistance to all forms of hierarchy and domination, or “the world that is,” but also an anarchistic dedication to continually experiment with forms of freedom in the here and now, toward “the world to come.” And it will share some of the varied ways that Jewish anarchists today are engaging in liberatory actions on the side of life, against the death machine.
 
 

UKRAINESOLIDARITÄT – Reisebericht | Versteigerung | Ausstellungseröffnung

Mittwoch 09.09.2026 19:30-21:00 @FAU-Lokal (Bürgerstr. 52, 01127 Dresden)

Nach vier Jahren Solidaritätsarbeit für Menschen in der Ukraine haben wir letztes Jahr im Oktober 2025 angefangen Delegationsreisen durchzuführen. Uns war es wichtig, Menschen zu connecten, sich auszutauschen, die Situation vor Ort selbst wahrzunehmen, direkte Solidarität zu üben und langfristige Beziehungen aufzubauen. Mittlerweile gab es bereits zwei Reisen und eine dritte ist für Oktober 2026 in Planung.

Wir möchten gerne teilen, was wir erlebt haben und mit euch über Solidarität sprechen.

Es wird eine Versteigerung, unter anderem mit Geschenken und Bildern die wir mitgebracht haben, geben, um Geld zu für die Reise im Oktober zu sammeln! Außerdem werden wir in diesem Rahmen unsere Fotoausstellung eröffnen, die ab dem 9. September im FAU-Lokal zu sehen ist.

Die Gefallenen bleiben unter uns – Raum für kollektive Erinnerung & Trauer

Dienstag 08.09.2026 19:30-21:00 @Hole of Fame (Königsbrücker Str. 39, 01099 Dresden)

Verlust ist ein zwangsläufiger Bestandteil des Lebens und Aktivismus. Im Angesicht aller Widrigkeiten, denen wir uns stellen, fordert der politische Kampf immer auch Opfer ein. Der Verlust kann verbunden sein mit unserem politischen Kampf, Repression, Knast, Krieg, Vertreibung, Femizid, Genozid oder Klimakatastrophe. Geliebte Menschen, Orte, Gefährt*innen, Gewohnheiten, Vertrautes oder ganze Spezies zu verlieren ist überwältigend, wenn mensch damit allein dasteht.

Gegen die Überwältigung hilft es zu erinnern. Doch Erinnerung ist kein rein gedanklicher Prozess, noch ist Trauer bloss Emotion. Erinnerung ist eine lebendige Aufgabe. Wenn wir zusammenkommen und gemeinsam Verlust verarbeiten und Trauer halten, entfaltet das eine gewaltige Kraft, die Menschen unterschiedlicher Geographien zusammenbringt, den Mut gibt Risiken einzugehen und das Durchhaltevermögen schenkt wieder aufzustehen, wenn es aussichtslos scheint. Jede*r Gefallene ist damit ein Grund mehr weiterzukämpfen und nicht aufzugeben.

Kein Historiker des Herrschaftssystems wird unsere Geschichte für uns schreiben. Wir müssen uns aktiv in der Geschichte platzieren und sie gemeinsam selber schreiben, jeden Tag. In Stockholm hat ein*e anonyme Genoss*in den Schriftzug des Denkmals für die gefallenen Brigadist*innen in der Revolution 1936 in Spanien erneuert. Dort ist nun wieder lesbar: „Passant*in verweile – erinnere sie mit Stolz.“ Die Geschichte von Menschen, Bewegungen, Orten und Ereignissen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, hilft uns beim Verarbeiten und lässt sie in unseren Herzen und in unseren Bewegungen weiterleben.

Im Rahmen der Ausstellung – In Bewegung – 10 Jahre Anarchistische Tage – gibt es eine Wand für kollektive Trauer und Verlust. Hier dürfen alle gestalten und sich Raum nehmen. Es ist nicht notwendig Menschen direkt gekannt zu haben, um um sie zu trauern und sie zu erinnern, manchmal lernen wir Genoss*innen auch erst nach ihrem Tod kennen.

Wir laden euch ein zu einem Abend der gemeinsamen Erinnerung. Hier können wir Trauer kollektiv teilen, Rituale austauschen, Gedanken teilen, konkrete Geschichten erzählen, zeichnen oder malen und gemeinsam diese Wand zu gestalten. Bringt gerne Fotos, Blumen, Zeichnungen, Geschichten, Gedichte, Lieder und Gegenstände mit.

Weitere Öffnungszeiten: 
A-Tage Woche: Di & Do 15:30 Uhr, Sa 14:30 Uhr + schaut in den Veranstaltungsplan, um keine Veranstaltung zu stören


14.-17.09.2026,  16-19 Uhr

Film & Diskussion: Jeder Acker, jede Fabrik – Ideen für eine notwendige Revolution [OmU]

Dienstag 08.09.2026 @Thalia Kino (Görlitzer Str. 6, 01099 Dresden)

Filmforführung und anschließende Diskussion.

“Die Art und Weise wie wir unser Leben produzieren ist dumm, gefährlich und grausam. Es ist an der Zeit über eine Revolution nachzudenken, die die Gesellschaft grundlegend verändert.”

Wir haben Genoss*innen in Spanien, Italien und Portugal zu ihren Erfahrungen in den revolutionären Momenten der 70er Jahren befragt. Wir haben mit Leuten gesprochen, die sich derzeit an Debatten über eine neue Produktionsweise beteiligen. Wir haben Dutzende Arbeiter*innen in systemrelevanten Branchen interviewt, um ihre Gedanken über eine fundamentale gesellschaftliche Transformation zu erfahren.

Ausgehend von diesem roten Faden der Geschichte, der theoretischen Vorwegnahme und der Alltagserfahrung stellen wir die Frage neu: was tun?

Hier ist der Trailer: https://www.labournet.tv/de/videos/JAJF-trailer