(K)ein Anarchistisches Programm?!

Dienstag 08.09.2026 16:00-17:30 im malobeo (Kamenzer Str. 38, 01099 Dresden)

Input, Brainstorming und Austausch zu einem zeitgenössischen anarchistischen Programm
 
Im Anarchismus gibt es umfangreiche Erfahrungen und zahlreiche  Überlegungen zu Strategien, Ethik, Organisations- und Aktionsformen,  Zielen und Mitteln. Diese sind leider aktuell nicht besonders bekannt.  Umso schwieriger wird es, wenn es um die anarchistische Programmatik  geht: Wie könnte man sich anmaßen, festzulegen, was in einem  anarchistischen Programm steht? Wer könnte es beschließen und wer würde  es umsetzen? Glücklicherweise sind die Antworten darauf sehr einfach:  Alle Interessierten, die grundsätzliche Sympathien und einige  Erfahrungen mit Anarchismus haben, können sich an der Debatte um eine  zeitgemäße Programmfindung beteiligen. Dahinter steht die Hoffnung, das  dies ein Beitrag zur Organisierung des Chaos wäre.
 
Im Workshop wird es zunächst einen Input zur Bedeutung von Programmen  und Strategien geben – und erklärt, warum es aus anarchistischer Sicht  notwendigerweise Schwierigkeiten bei ihrer

Workshop: Medizinische Selbstverteidigung

Dienstag 08.09.2026 13:00-18:00 Uhr @Seminarraum / coloradio (Riesaer Str. 32, 01127 Dresden)

Naziangriffe auf CSDs, Nazis in unseren Vierteln. Polizeigewalt auf der Demo, Repressionsgefahr in der Notaufnahme danach. Militarisierung und Krieg.

Wir müssen darüber sprechen, wie wir in diesen Zeiten aufeinander aufpassen und uns gegenseitig schützen können: Wir müssen lernen uns selbst zu verteidigen!

Denn es ist nicht der (immer autoritärer werdende) Staat, der unsere Körper schützt und sicher hält, das war er noch nie! Notfallversorgung und Notfallmedizin als so kritische Infrastruktur sollte nicht länger in den Händen einiger weniger mächtiger liegen, es ist längst an der Zeit, dass wir uns skills aneignen und Wissen zurückholen!

In diesem Workshop wollen wir darum über Notfallmedizin sprechen, Anatomie und Physiologie lernen und verstehen aber und vor allem praktisch üben!

Dieser Kurs versteht sich als erster Impuls, will zum weiteren Üben und Vertiefen anregen und Euch eine erste Berührung mit dem Thema Notfallmedizin ermöglichen. Dafür werden wir nach grundlegender Einführung in die menschliche Physiologie anhand des MARCH-Alghoritmus verschiedene (notfallmedizinische) Krankheitsbilder und Behandlungen vorstellen und in Szenarien gemeinsam üben.

Ihr braucht weder medizinische Vorkenntnisse, noch Erfahrung, kommt einfach vorbei und lasst uns gemeinsam lernen!

Da die Teilnehmer*innenzahl auf 15 begrenzt ist, bitten wir euch vor dem Kurs anzumelden unter:

atage_dd@systemli.org

Disclaimer: Im Workshop werden Verletzungen, Wunden, Krankheit, (Polizei-)Gewalt und Tod in Wort und Bildern thematisiert. Wir werden gemeinsam mit echtem Material an uns gegenseitig (auf Basis von Konsens) oder Modellen üben. Alle im Kurs genutzten Materialien sind vegan, wir werden im Kurs theoretisch einzelne Materialien vorstellen, die (leider immer noch) aus Tieren gewonnen werden.

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IN BEWEGUNG: 10 Jahre AND (Ausstellung vom 07.-17.09.2026 im HoF)

In unserer Ausstellung zum 10 jährigen Jubiläum der A-Tage in Dresden nehmen wir euch mit auf eine kleine Zeitreise. Wir blicken zurück auf ein Veranstaltungsformat, welches sich in den letzten Jahren zum größten anarchistischen Event der Stadt etabliert hat. In unzähligen Veranstaltungen ist es uns gelungen anarchistische Werte, Kämpfe, Motivationen und Inspirationen, aber auch Träume, Hoffnung sowie Utopien aufzuzeigen und diese über lokale sowie internationale Grenzen hinweg zu tragen.

Begonnen hat alles mit der Gründung des Libertären Netzwerkes und der Organisierung der Libertären Tage (LiTa) im Mai 2009. Im Jahr 2016 gründete sich das Anarchistische Netzwerk Dresden (AND), welches die LiTa weiterführten. 2023 wurden die Libertären Tage dann in A-Tage umbenannt. Ohne AND keine A-Tage!

In unserer Ausstellung könnt ihr mit uns die letzten 10 Jahre Revue passieren lassen. Es werden Plakate, Zines, Fotos und weitere Ausstellungsstücke zu bestaunen sein. Außerdem wird es Möglichkeiten geben sich interaktiv zu beteiligen, denn die A-Tage leben von persönlichen Geschichten und Erlebnissen, die wir mit der Ausstellung sichtbar machen möchten.
 
 Wir sind nicht alle! Und es fehlen nicht nur die Gefangenen. Deshalb wird es in der Ausstellung neben einer Briefeschreibecke auch eine partizipative Wand für kollektives Gedenken und Trauer geben. Verlust ist Teil des politischen Kampfes und auch dem möchten wir einen Raum geben. Durch unsere Erinnerungen leben unsere Gefährt*innen weiter und über unseren Austausch darüber schreiben wir unsere eigene Bewegungsgeschichte. Ihr könnt gerne eigene Dinge, Fotos, Gedichte … mitbringen, die ihr an der Wand anbringen wollt um Geschichten, Erinnerungen und Trauer, Verlust,  Schmerz und Abschied zu teilen. Ihr könnt gerne eigene Dinge, Fotos, Gedichte … mitbringen, die ihr an der Wand anbringen wollt um Geschichten, Erinnerungen, Trauer, Verlust,  Schmerz und Abschied zu teilen.
 

Vernissage|Eröffnung: 7. September 2026, 19 Uhr


 Öffnungszeiten: 

A-Tage Woche: Di & Do 15:30 Uhr, Sa 14:30 Uhr + schaut in den Veranstaltungsplan, um keine Veranstaltung zu stören


14.-17.09. 16-19 Uhr

Einführung in den Anarchismus

Montag 07.09.2026 16:30-18:00 im Hole of Fame (Königsbrücker Str. 39, 01099 Dresden)

Hast du dich schonmal gefragt, was es heißt Anarchist*in zu sein oder wie du eine*r werden kannst? Was bedeutet Anarchismus überhaupt?

In diesem Einführungsworkshop wollen wir, ausgehend von unseren eigenen Erfahrungen über anarchistische Ideen sprechen und herausfinden, wie diese mit unserem Alltag in Verbindung stehen.

Durch den Austausch bekommt ihr einen Einblick in verschiedene Perspektiven, was Anarchismus sein kann, was es heißt Anarchist*in zu sein oder zu werden. Der Fokus liegt dabei nicht auf der Geschichte des Anarchismus oder anarchistischer Theorie, sondern auf der Praxis und dem Ziel, sich eigene Gedanken zu machen.Zu diesem Workshop sind alle Menschen herzlich eingeladen, die sich diese Fragen stellen. Aber auch diejenigen können mitmachen, die schon länger aktiv sind, aber manchmal vergessen, warum eigentlich.

Internationale Woche der Solidarität mit Anarchistischen Gefangenen 23. – 30. August 2026

Aufruf von solidarity.international

Marius Mason, Umwelt- und Tierrechtsaktivist, Anarchist, Autor, Künstler und Trans-Aktivist, verbüßte die bislang längste Haftstrafe wegen Umweltaktivisumus. Nach 17 Jahren Haft feiern wir nun seine Freilassung, denn am 14. Mai diesen Jahres wurde er in eine Resozialisierungseinrichtung verlegt.

Im Gefängnis gab er niemals auf, sondern setzte sich für sich selbst und andere ein, engagierte sich für Trans-Gefangene und leistete dem Gefängnissystem entschlossen Widerstand. In all den vergangenen Jahren, hatten wir anlässlich der Internationalen Woche der Solidarität mit anarchistischen Gefangenen und des Aktionstages für Trans-Gefangene dazu aufgerufen, ihm zu schreiben. Nun freuen wir uns, ihn von unserer Briefeschreibliste politischer Gefangener zu streichen und stattdessen draußen unsere Kräfte wieder zu vereinen.

Dennoch befinden sich noch viele im Gefängnis und auf entsprechend Adressen auf unserer Liste und es kommen immer weitere hinzu. Solidarität ist der Schlüssel, um dieses repressive System zu bekämpfen. Solidarität kann uns durch die dunkelsten Zeiten tragen – eine Postkarte oder ein Brief, eine Kundgebung vor dem Gefängnis, ein Besuch können Alles bedeuten und geben Kraft. Die Geschichte eine*r inhaftierten Gefährt*in, die bei einer Veranstaltung erzählt wird, vervielfacht sich mit den Anwesenden. Es liegt in unserer Verantwortung, ihre Ideen und damit auch die Menschen selbst über die Gefängnismauern hinauszutragen und zu verbreiten. Wenn wir die Gefangene nicht vergessen, kann Solidarität wachsen.

Deshalb rufen wir wie jedes Jahr zur Internationalen Woche der Solidarität mit anarchistischen Gefangenen auf.

Die Zeiten werden härter, der Faschismus ist auf dem Vormarsch, und Staaten, Faschisten und Konservative erklären uns erneut zur Zielscheibe ihrer Politik – als emanzipatorische Kräfte, Queers, Antifas und Anarchist*innen. Sie versuchen, unsere Bewegung zu zerschlagen, wie beispielsweise bei den jüngsten Verurteilungen im „Prairieland“-Fall in den USA, in welchem den Betroffenen bis zu 100 Jahre Haft drohen. Genau wie in Indonesien, wo zuletzt die anarchistische Bewegung erneut mit massiver Repression angegriffen wird. Nach den letzten Auseinandersetzungen am 1. Mai, wurden erneut zehn Anarchist*innen inhaftiert, ihnen drohen schwere Anklagen.

Angesichts dieser Widrigkeiten müssen wir zusammenhalten und solidarisch handeln. Um unsere Gemeinschaften zu stärken und die Marginalisiertesten zu unterstützen. Wir dürfen die Gefangenen nicht vergessen, sondern müssen Seite an Seite kämpfen. Diese Menschen sind nicht einfach nur Gefangene, sie sind unsere Gefährt*innen. Marius hat mit guten Beispiel gezeigt, wie wir uns gegenseitig unterstützen können, um einen gemeinsamen Kampf zu führen.

Beteiligt euch an der Internationalen Woche der Solidarität mit anarchistischen Gefangenen!

Organisiert eine Briefe-Schreiben-Aktion, eine Solidaritätsveranstaltung, eine Filmvorführung, eine direkte Aktion, eine Kundgebung oder was euch sonst noch einfällt, und schickt Bilder und einen kurzen Bericht davon an tillallarefree@riseup.net.