Am 26. April 2026 jährt sich die Katastrophe von Tschornobyl zum 40. Mal. Deshalb beschäft sich die Aprilsendung des Anarchistischen Hörfunk mit diesem Thema. Wir werden zurückschauen und skizzieren was eigentlich passiert ist. An die Menschen erinnern, die ihr Leben verloren haben bzw. schwer erkrankt sind und diejenigen die trotz der Ungewissheit ihr Leben für den Rest der Welt gegeben haben. Wir sprechen mit einem Aktivisten aus Belarus darüber wie Tschornobyl sein Leben persönlich beeinflußt hat, aber auch wie die politische Auseinandersetzung um die Konsequenzen geführt wurde. Wir lesen aus Swetlana Alexijewischs Buch Tschernobyl. Anhand von Gesprächen mit Menschen die Tschornobyl erlebt und überlebt haben zeichnet sie ein Stimmungsbild der Zeit. Und wir schauen uns Tschornobyl heute an und reflektieren um die Frage wie Menschen mit Technologien umgehen und ob wir in der Lage sind aus der Geschichte zu lernen.
Schlagwort: Atomkraft
Atomkraft? Nein danke! – 40. Jahrestag der Katastrophe von Tschornobyl
Wann: Samstag, 25. April 2026 | 16 – 18 Uhr
Where: Hole of Fame | Königsbrücker Straße 39, Dresden
Am 26. April 1986 erlebte die Welt eine der größten technologischen Katastrophen – die Explosion und Kernschmelze im Kernkraftwerk Tschernobyl. Die Auswirkungen dieses Unglücks waren weltweit zu spüren. Die tatsächliche Zahl der Opfer ist bis heute nicht bekannt aufgrund der Geheimhaltung durch die sowjetische Bürokratie. Doch schon in den 80er Jahren war klar, dass Tschornobyl noch sehr lange im Leben der Menschen präsent bleiben würde. Heute, 40 Jahre später kommen wir zusammen, um uns daran zu erinnern, was damals geschah, über die Folgen zu reden und darüber, warum es wichtig ist, auch heute diesen Ort nicht aus dem Fokus zu verlieren – angesichts der Besetzung durch russische Truppen, der Drohnenangriffe und der fortwährenden Instandhaltung des riesigen Sarkophags, der den Rest der Welt vor den Fehlern der Menschheit schützt.
Das Sowjetimperium ist längst verschwunden, und Tschornobyl bleibt eines der Denkmäler des Zusammenbruchs; es erinnert uns daran, dass wir vorsichtig mit Technologien umgehen müssen, die uns alle zerstören können.
Die Veranstaltung findet in Form von Lesungen aus den Erinnerungen der von Tschornobyl Betroffenen statt, ergänzt durch Fakten und Zahlen über Vergangenheit und Gegenwart, gefolgt von einer Diskussion darüber, was wir aus der Vergangenheit lernen können, um die Fehler in der modernen technologischen Welt nicht zu wiederholen.
Die Veranstaltung wird englisch/deutsch gemischt sein.
Es gibt Snacks und Getränke an der Bar.