Workshop: Medizinische Selbstverteidigung

Dienstag 08.09.2026 13:00-18:00 Uhr @Seminarraum / coloradio (Riesaer Str. 32, 01127 Dresden)

Naziangriffe auf CSDs, Nazis in unseren Vierteln. Polizeigewalt auf der Demo, Repressionsgefahr in der Notaufnahme danach. Militarisierung und Krieg.

Wir müssen darüber sprechen, wie wir in diesen Zeiten aufeinander aufpassen und uns gegenseitig schützen können: Wir müssen lernen uns selbst zu verteidigen!

Denn es ist nicht der (immer autoritärer werdende) Staat, der unsere Körper schützt und sicher hält, das war er noch nie! Notfallversorgung und Notfallmedizin als so kritische Infrastruktur sollte nicht länger in den Händen einiger weniger mächtiger liegen, es ist längst an der Zeit, dass wir uns skills aneignen und Wissen zurückholen!

In diesem Workshop wollen wir darum über Notfallmedizin sprechen, Anatomie und Physiologie lernen und verstehen aber und vor allem praktisch üben!

Dieser Kurs versteht sich als erster Impuls, will zum weiteren Üben und Vertiefen anregen und Euch eine erste Berührung mit dem Thema Notfallmedizin ermöglichen. Dafür werden wir nach grundlegender Einführung in die menschliche Physiologie anhand des MARCH-Alghoritmus verschiedene (notfallmedizinische) Krankheitsbilder und Behandlungen vorstellen und in Szenarien gemeinsam üben.

Ihr braucht weder medizinische Vorkenntnisse, noch Erfahrung, kommt einfach vorbei und lasst uns gemeinsam lernen!

Da die Teilnehmer*innenzahl auf 15 begrenzt ist, bitten wir euch vor dem Kurs anzumelden unter:

atage_dd@systemli.org

Disclaimer: Im Workshop werden Verletzungen, Wunden, Krankheit, (Polizei-)Gewalt und Tod in Wort und Bildern thematisiert. Wir werden gemeinsam mit echtem Material an uns gegenseitig (auf Basis von Konsens) oder Modellen üben. Alle im Kurs genutzten Materialien sind vegan, wir werden im Kurs theoretisch einzelne Materialien vorstellen, die (leider immer noch) aus Tieren gewonnen werden.

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IN BEWEGUNG: 10 Jahre AND (Ausstellung vom 07.-17.09.2026 im HoF)

In unserer Ausstellung zum 10 jährigen Jubiläum der A-Tage in Dresden nehmen wir euch mit auf eine kleine Zeitreise. Wir blicken zurück auf ein Veranstaltungsformat, welches sich in den letzten Jahren zum größten anarchistischen Event der Stadt etabliert hat. In unzähligen Veranstaltungen ist es uns gelungen anarchistische Werte, Kämpfe, Motivationen und Inspirationen, aber auch Träume, Hoffnung sowie Utopien aufzuzeigen und diese über lokale sowie internationale Grenzen hinweg zu tragen.

Begonnen hat alles mit der Gründung des Libertären Netzwerkes und der Organisierung der Libertären Tage (LiTa) im Mai 2009. Im Jahr 2016 gründete sich das Anarchistische Netzwerk Dresden (AND), welches die LiTa weiterführten. 2023 wurden die Libertären Tage dann in A-Tage umbenannt. Ohne AND keine A-Tage!

In unserer Ausstellung könnt ihr mit uns die letzten 10 Jahre Revue passieren lassen. Es werden Plakate, Zines, Fotos und weitere Ausstellungsstücke zu bestaunen sein. Außerdem wird es Möglichkeiten geben sich interaktiv zu beteiligen, denn die A-Tage leben von persönlichen Geschichten und Erlebnissen, die wir mit der Ausstellung sichtbar machen möchten.
 
 Wir sind nicht alle! Und es fehlen nicht nur die Gefangenen. Deshalb wird es in der Ausstellung neben einer Briefeschreibecke auch eine partizipative Wand für kollektives Gedenken und Trauer geben. Verlust ist Teil des politischen Kampfes und auch dem möchten wir einen Raum geben. Durch unsere Erinnerungen leben unsere Gefährt*innen weiter und über unseren Austausch darüber schreiben wir unsere eigene Bewegungsgeschichte. Ihr könnt gerne eigene Dinge, Fotos, Gedichte … mitbringen, die ihr an der Wand anbringen wollt um Geschichten, Erinnerungen und Trauer, Verlust,  Schmerz und Abschied zu teilen. Ihr könnt gerne eigene Dinge, Fotos, Gedichte … mitbringen, die ihr an der Wand anbringen wollt um Geschichten, Erinnerungen, Trauer, Verlust,  Schmerz und Abschied zu teilen.
 

Vernissage|Eröffnung: 7. September 2026, 19 Uhr


 Öffnungszeiten: 

A-Tage Woche: Di & Do 15:30 Uhr, Sa 14:30 Uhr + schaut in den Veranstaltungsplan, um keine Veranstaltung zu stören


14.-17.09. 16-19 Uhr

Einführung in den Anarchismus

Montag 07.09.2026 16:30-18:00 im Hole of Fame (Königsbrücker Str. 39, 01099 Dresden)

Hast du dich schonmal gefragt, was es heißt Anarchist*in zu sein oder wie du eine*r werden kannst? Was bedeutet Anarchismus überhaupt?

In diesem Einführungsworkshop wollen wir, ausgehend von unseren eigenen Erfahrungen über anarchistische Ideen sprechen und herausfinden, wie diese mit unserem Alltag in Verbindung stehen.

Durch den Austausch bekommt ihr einen Einblick in verschiedene Perspektiven, was Anarchismus sein kann, was es heißt Anarchist*in zu sein oder zu werden. Der Fokus liegt dabei nicht auf der Geschichte des Anarchismus oder anarchistischer Theorie, sondern auf der Praxis und dem Ziel, sich eigene Gedanken zu machen.Zu diesem Workshop sind alle Menschen herzlich eingeladen, die sich diese Fragen stellen. Aber auch diejenigen können mitmachen, die schon länger aktiv sind, aber manchmal vergessen, warum eigentlich.

A-Tage Dresden 2025: Einige mussten draußen bleiben.

Während einer Veranstaltung am Samstagabend kam es während der Anarchistischen Tage Dresden zu folgender Situation: Zwei Personen wurde die Teilnahme an einer Veranstaltung, genauer einer Podiumsdiskussion verwehrt. Trotzdem hat sich eine der beiden Personen gewaltsam Zutritt zu unserer Veranstaltung verschafft. Nachdem er mehrfach verbal gebeten wurde die Veranstaltung zu verlassen, wurde er schließlich unter Widerstand aus dem Raum gebracht. 

Die Beiden sind vielen und mindestens dem Orga-Team der A-Tage Dresden bekannt. Sie stehen in direktem Zusammenhang mit dem Versuch das anarchistische Netzwerk Dresden und die Anarchistischen Tage Dresden (öffentlich) zu diffamieren und zu sabotieren: Personen aus dem beschriebenen direkten Umfeld veröffentlichten in der Vergangenheit Bilder mit Klarnamen, oft im Zusammenhang mit einer vermuteten Gruppen- oder Strukturzugehörigkeit, sowohl im Internet als auch auf Veranstaltungen wurden mehrfach Personen mit Namen und Gruppenzugehörigkeit benannt. Nicht zuletzt kam es während der letzten Monate ebenfalls zur Zusammenarbeit mit deutschen staatlichen Behörden. Zuletzt wurde versucht die Anarchistischen Tage direkt zu sabotieren:  Wie wir in einem früheren Post bereits beschrieben hatten, wurden die Organisator*innen einer unserer Veranstaltungsräume auf unseren Status als „Linksextremist*innen“ hingewiesen mit dem Rat, uns und unseren radikalen Ideen keine Räume zur Verfügung zu stellen, woraufhin der Ort für zwei Veranstaltungen abgesagt wurde und wir die kurzfristig umplanen mussten.

So stand noch vor Beginn der Anarchistischen Tage fest, dass diese Personen keinen Zutritt zu unseren Veranstaltungen haben werden. Zum Schutz von Einzelpersonen und zum Schutz unserer Strukturen. Die Personen wurden aus der Veranstaltung ausgeschlossen, weil sie ein Sicherheitsrisiko sind. Sie wurden nicht ausgeschlossen, weil wir mögliche Meinungen oder Kritik zensieren wollen.

Wer mit dem Staat zusammenarbeitet und unsere Genoss*innen gefährdet, hat keinen Platz in unseren Reihen, nicht auf den Anarchistischen Tagen 2025, nicht in sonstigen Veranstaltungen, Orten oder Strukturen!

Bachmut, 19. April 2023 – Lesung und Gespräch [DE]

Der 19. April 2023 war für die anarchistische und antiautoritäre Bewegung ein schwerer Schlag. Drei Aktivist*innen wurden an der Front in der Ukraine in einem Hinterhalt getötet: Dmitri Petrow aus Russland, Finbar Cafferkey aus Irland und Cooper Andrews aus den USA. Am 9. September wäre Dimas Geburtstag und zu diesem Anlass haben wir die Broschüre „Dmitry Petrow“, die 2023 von CrimethInc veröffentlicht wurde, ins Deutsche übersetzt, um weitere Texte ergänzt und aktualisiert. In seinem letzten Brief schrieb Cooper, dass der Krieg vermutlich nicht so schnell vorbei sein wird, und er behielt recht. Die Hoffnung auf ein baldiges Ende ist verschwunden. Die Folgen des Krieges, wenn er doch irgendwann zu Ende sein wird, die physische und psychische Zerstörung der ukrainischen Gesellschaft im Allgemeinen und der anarchistischen Bewegung im Besonderen sind unvorstellbar. Wir möchten mit euch gemeinsam an die erinnern, die nicht mehr mit uns sind. Wir werden bei dieser Veranstaltung aus dem Buch lesen, Spenden für unsere Genoss*innen sammeln und mit euch ins Gespräch kommen. Wir wollen die Stimmen von Dima, Finbar und Cooper hörbar machen, die eine schwerwiegende Wahl getroffen und dafür einen hohen Preis gezahlt haben. Was haben sie uns zu sagen? Was bedeutet das für uns? Und welche Schlüsse ziehen wir daraus?

Samastag 06.09.2025 17:45-19:15 @FAU Lokal