Week of Solidarity with people in Ukraine

Mit dem 24. Februar 2026 beginnt das 5. Kriegsjahr des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Was das für das Leben der Menschen in der Ukraine bedeutet, ist für die meisten Menschen hier unvorstellbar. Seit Wochen herrschen Minusgrade. Durch andauernde russische Angriffe mit Drohnen und ballistischen Waffen auf die Energieinfrastruktur gibt es in vielen Städten weder dauerhaft Wasser noch Strom. Selbst in den Wohnungen in der Metropole Kyiv frieren Menschen bei Null Grad. 

Am 13. Januar 2026 wird die Holocaustübelebende Jewgenia Besfamilnaja tot in ihrer Wohnung gefunden. Besfamilnaja bedeutet übersetzt ohneNamen. Als Kind entkam sie 1941 dem Massaker von Babyn Jar durch die Deutschen und wuchs später in einem Waisenhaus auf. Die systematischen russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine wurden ihr zum Verhängnis.

Bei all den Krisen und Kriegen ist es leicht Mitgefühl für einzelne zu verlieren, es sind Zahlen, Städte, Temperaturen, Drohneneinschläge, die wir jeden Tag mit halbem Ohr durch die Nachrichten hören. Die Ukraine mag sich für eine Deutsche Linke sehr weit weg anfühlen, Schicksale wie das von Jewgenia Besfamilnaja vielleicht einen kurzen Moment der Betroffenheit hervorrufen. 

Einige von uns sind im Herbst letzten Jahres selbst in die Ukraine gereist. Wir haben viel gelernt, unser Blick auf viele Dinge hat sich verändert, Freundschaften konnten entstehen. Wir organisieren darum in der Woche vom 16.02 bis zum 24.02 eine Woche der Solidarität mit denen, die mittlerweile im vierten Jahr des russischen Angriffskrieges leben und kämpfen: Eine Woche der Solidarität mit dem Menschen in der Ukraine!

Wir wollen in dieser Woche mit Genoss*innen vor Ort sprechen, über lokale Organisierungen sprechen, das Antifa-Gym in Kiyv kennenlernen und mit einem Vortrag über über die Historie des russischen Imperialismus gemeinsam aus der Geschichte lernen! Am Freitag werden wir einen Film zeigen, über Anti-autoritäre Aktivist*innen, die sich entschieden haben mit der Waffe in der Hand zu kämpfen. 

Am 24. Februar findet anlässlich des traurigen Jahrestags der russischen Großoffensive eine Demonstration in der Altstadt statt.

Solidarität mit dem Kampf für Freiheit in der Ukraine und überall auf der Welt wo Menschen sich gegen autoritäre und faschistische Unterdrückung erheben!

17.02.-24.02.2026
Woche der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine | Dresden
VERANSTALTUNGEN

Dienstag, 17.02.2026 | 19:00
Soli Veranstaltung für Antifa-Gym in Kyjiw 
Malobeo | Bilderausstellung | Auktion | Kwasbasierter Solidrink 
@Malobeo, Kamenzer Str. 38, Dresden

Mittwoch, 18.02.2026 | 18:00
Kollektiv Tierbefreiung Dresden: They had no choice – Mensch und Tier im Krieg in der Ukraine
Tierbefreier*innen| Vortrag und Gespräch
@Hole of Fame,  Königsbrücker Str. 39, Dresden

Donnerstag, 19.02.2026 | 18:00 
Centuries of militarism of russian empire
OAG | 18:00 Küfa | 19:00 Veranstaltung (in Engl.)
@Malobeo, Kamenzer Str. 38, Dresden

Freitag, 20.02.2026 | 18:00 
Film: Anti-authoritarians at war (EN) und Gespräch
ABC Dresden | Film und Diskussion in Englisch
@Hole of Fame, Königsbrücker Str. 39, Dresden

Dienstag, 24.02.2026 | 17 Uhr | Neumarkt, Frauenkirche
Demo in Solidarität mit den Menschen in der Ukraine
zum Jahrestag der Vollumfänglichen Invasion durch Russland
Im Anschluss veganer Borschtsch @Malobeo | 20 Uhr

Vortrag – Jahrhunderte des Militarismus des russischen Reiches

17.02.-24.02.2026
Woche der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine
Dresden

Donnerstag, 19.02.2026 | 18:00 
Centuries of militarism of russian empire
OAG | 18:00 Küfa | 19:00 Veranstaltung (in Engl.)
@Malobeo, Kamenzer Str. 38, Dresden

Jahrhunderte des Militarismus des russischen Reiches – von sowjetischen Mythen über den Kampf gegen den Militarismus bis hin zur modernen Expansion in die ganze Welt.

Für einige Teile der autoritären Linken Russlands war der Mythos um die Sowjetunion stark im Antiimperialismus und im ständigen Kampf für die globale Revolution verwurzelt. Mehr als 30 Jahre nach dem Zusammenbruch des bolschewistischen Regimes können wir einen Blick auf die Geschichte dieser Formation werfen und darauf, wie sie die imperiale Politik des russischen Reiches vor der Revolution von 1917 fortsetzte. Wir werden auch den modernen russischen Staat betrachten, der sich trotz der Versprechen, den Kalten Krieg zu beenden, in einem permanenten Krieg und einer kontinuierlichen Militarisierung befindet.

Wir werden auch einen Blick auf die Reaktionen russischer anarchistischer, linker und liberaler Kreise auf die verschiedenen Kriege werfen, die vom letzten Diktator Russlands, Wladimir Putin, begonnen wurden, und darauf, warum der Krieg in der Ukraine dem Herrscher das Rückgrat brechen kann.

Dokumentarfilm „Anti-Authoritarians at War“

17.02.-24.02.2026
Woche der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine
Dresden

Freitag, 20.02.2026 | 18:00 
Film: Anti-authoritarians at war (EN) und Gespräch
ABC Dresden | Film und Diskussion in Englisch
@Hole of Fame, Königsbrücker Str. 39, Dresden

„Anti-Authoritarians at War“, ein Dokumentarfilm von Manon Boltansky und Nico Dix, wurde im Sommer 2024 in Kyiv, Charkiw und Isjum gedreht. Er begleitet die Menschen hinter Solidarity Colelctives, sowohl diejenigen an der Front als auch diejenigen, die hinter den Kulissen arbeiten. Der Film zeigt, wie
Menschen unter extremem Druck alltägliche Entscheidungen treffen und wie sich basisdemokratische, nicht-hierarchische Organisationsformen auch während des Krieges behaupten.

Der Film befasst sich mit schwierigen Entscheidungen, der Organisation unter Beschuss und Solidarität, die über Grenzen hinausgeht.

SOLIDARITY COLLECTIVES ist ein Netzwerk von Freiwilligen und Aktivist*innen, die Menschen unterstützen, die vom Krieg in der Ukraine betroffen sind. SC leistet humanitäre Hilfe, stellt medizinische
Versorgung, Evakuierungshilfe, Schutzausrüstung und Logistik bereit. Ihre Arbeit basiert auf gegenseitiger Hilfe, horizontaler Organisation und internationaler Solidarität.

Der Film ist in englischer Sprache ohne Untertitel.

Elephant in the room # 40 – No one will be left alone – prisoner solidarity in Belarus

Banner from Minsk in 2021 : Freedom is born in struggle

ABC Belarus is calling urgently for donations to continue their support of the anarchist and antifascist prisoners in Belarus. Since the uprising in 2020 the repression keeps going and right now there are 30 Antifascists and Anarchists imprisoned. The number is growing. In this interview a member of the solidarity campaign is explaining the recent situation in Belarus in general, as well as the situation of imprisoned people, how the repression is continuing and why so much money is needed.

Fundraising campaign: https://www.firefund.net/abcbelarus
Website ABC-Belarus: abc-belarus.org


Elephant in the room #37 – Anarchists and war in Ukraine

For weeks, Putin has been moving military forces in the direction of Ukraine. Over 120 000 soldiers with military equipment spread all around the border. The chance of military invasion is extremely high with Ukrainian government mobilizing forces and different countries sending military support. Putin continues to build up military pressure. Official reason: attempt to stop expansion of NATO. In reality, we see Russian imperial politics in action with an attempt to return influence over Ukraine.

Anarchist in Ukraine have their own perspective on what is happening as well as what can be done in upcoming situation. We spoke to the activist currently living in the country about past, present and possible future of political conflicts in Ukraine and outside it.

art – David Chichkan